Kirchenmusik

Kommende Anlässe

6. September 2026, 19.30 Uhr

Martin Kovarik und Stefan Müller spielen die schönsten Praeludien und Fugen aus dem „Wohltemperierten Clavier“ von J.S. Bach. Das berühmte Meisterwerk verwendet sämtliche Tonarten und führt die menschliche Seele durch allerhand Irrgärten hinaus ins Licht. Dazwischen erklingt das melancholische Klavierkonzert in F-Moll. Bechstein-Flügel, Claviorganum, Orgel. Kollekte, Apéro.

Vergangene Anlässe

Abendmusik mit Violine und Orgel

Sonntag, 14. Juni 2026, 19.30 Uhr: Am Anfang des Konzertes erklingt das Märchenbild Nr. 2 für Violine und Orgel von Robert Schumann, der einen Ritter auf seinem galoppierten Pferd illustriert.  Danach folgt die feurig-lyrische Orgelsonate in c-Moll, der 94. Psalm des frühverstorbenen romantischen Genius Julius Reubke (ein Schwerpunkt des romantischen Orgelrepertoirs) und anschliessend das beliebte Violinkonzert D-Dur von Piotr Iljich Tschaikowski in einer neuer Fassung für Violine und Orgel von Martin Kovarik.  In dieser Musik erklingt die slawische Seele in allen Facetten: von Melancholie über Tanzrhythmen bis zur ekstatischen Freude und perlenden Virtuosität.
Violine: Eva Kovarik
Orgel: Martin Kovarik.
Eintritt frei – Kollekte; Apéro.

"Am Brunnen vor dem Tore..."

Sonntag, 3. Mai 2026, 17.30 Uhr: Abendmusik in der Katholischen Kirche St. Antonius Hirzel

Lieder und Impromptus von Franz Schubert, Musik für Hammerflügel, Gitarre und Gesang. Schubert gilt als grösster Meister des lyrischen Gesanges, pendelnd zwischen heiterem Volkslied und schroffer Hoffnungslosigkeit sucht er den Trost der Idylle, um ihn stets wieder zu verlieren. Die gedämpften, aber auch herben Klänge des Hammerflügels verschmelzen dabei mit den sanften Gitarrentönen als schimmerndes Geflecht, über welches sich der Gesang erhebt. Es erklingen bekannte Lieder wie „Am Brunnen vor dem Tore“, „Du bist die Ruh“, „Frühlingsglaube“, kombiniert mit Impromptus und Moments Musiceaux.

Martin Pirktl, Gitarre; Stefan Müller, Hammerflügel; Gesang: Hubert Michael Saladin

Kollekte, Apéro.

Haydn: Jahreszeiten

Sonntag, 22. März 2026, 17.30 Uhr: Joseph Haydn komponierte die „Jahreszeiten“ an seinem Lebensende; damit endete auch die Klassik als Epoche und die Romantik begann. Ein letztes Mal spannte der alte Meister seine Kräfte, um den reichen Schatz seiner Tonsprache vielfältig erklingen zu lassen. Die kontrastierenden vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft entzündeten dabei auch die musikalischen Gegensätze, die Dialektik, das vorherrschende Formprinzip der klassischen Epoche. Als Epos der Aufklärung gedacht, verbindet der tiefgläubige Haydn das Licht der Aufklärung mit katholischer Frömmigkeit. Weltliches mischt sich mit religiöser Sprache, die Natur dient dabei als Projektionsfläche der Psyche. Solistenquartett, Holzbläser- und Streichquartett, Claviorganum, Hammerflügel, Kirchenchor. Konzertmeisterin: Eva Kovarik. Hauptorgel: Martin Kovarik,
Leitung: Stefan Müller. Eintritt frei, Kollekte
Solisten: Deborah Fogal, Daniela Stoll, Atsuko Murata, Elena Dietrich, Zacharie Fogal, Arndt Krüger, Thomas Hughes, Andreas Schib, Yonne Canonica (Fl.) Bernhard Kühne (Ob.), Yasmine Urquhart (Klar.), Sandra Weiss (Fg.), Streichquartett: Eva Kovarik, Stefano Reggiani, Roland Rieder, Michael Keller, Beata Wetli (Hammerflügel), Martin Rabensteiner (Claviorganum)

Romantische Leidenschaft

Am Sonntag, 1. Februar 2026, 17.30 Uhr erklingen zwei faszinierende Werke der Kammermusikliteratur, beide von berühmten Komponisten in ihren jüngeren Jahren komponiert. Das erstes Werk, das Streichquartet Op.12 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, bezaubert durch Luftigkeit, Virtuosität sowie zärtliche Poesie. Das zweite, Klavierquartett op.8 vom böhmischen Komponisten Josef Suk (der als bedeutenster Schüler von Antonin Dvorak gilt) rührt die Seele des Zuhörers mit übersinnlichem spätromantischen Harmonien, spritzigen Rhythmen, slawischer Melodik und jugendlicher Lebensfreude. Kollekte, Apéro.

Zwei Titanen

Das Duo Kovarik und seine Gäste spielen am Sonntag, 30. November 2025, 17.30 Uhr die Sonate für Violine und Klavier Nr. 8 in G-Dur von L. van Beethoven sowie das monumentale Klavierquartett Nr. 2 in A-Dur von J. Brahms. M. Kovarik, Klavier, E. Kovarik, Violine, B. Lang, Bratsche, K. Stauber, Cello. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Kollekte. Apéro nach dem Konzert.

Sternstunde der Orgelmusik

Anlässlich unserer Abendmusik vom 26. Okober 2025 um 17.30 Uhr spielt der weltberühmte Orgelstar Jean-Baptiste Monnot Musik vom verschiedenen Komponisten wie J.S. Bach, W.A. Mozart, J. Guillou und F. Liszt.

Herzlich willkommmen! Eintritt frei, Kollekte. Apéro nach dem Konzert

Liebestod

Die Abendmusik vom Sonntag, 28. September 2025 um 19.30 Uhr in der kath. Kirche Horgen beginnt mit Bachs Chromatischer Fantasie, einem expressiven Werk voller emotionaler Spannungen. Es folgt Wagners „Isoldens Liebestod“ und Beethovens visionäres „Benedictus“. Im Zentrum des Abends steht die „Dante-Sonate“ von Liszt, die Dantes Höllenreise eindrucksvoll vertont – von dämonischer Chromatik bis zur himmlischen Apotheose. Den Abschluss bildet Schumanns Konzertstück op. 92.

Eva und Martin Kovarik; Stefan Müller: Violine, Klavier und Harmonium. Kollekte, Apéro.

Romantisches Konzert

Am 7. September 2025 um 17.30 Uhr erwartet Sie in der kath. Kirche St. Antonius in Hirzel ein romantisches Konzert. Eva und Martin Kovarik (Violine und Klavier) spielen Werke von A. Dvorak, F. Chopin, F. Schubert und anderen.

Eintritt frei-Kollekte.  Apéro nach dem Konzert

Konzert des Kirchenchors

Am Sonntag, den 29. Juni 2025 findet um 19.30 Uhr das Konzert des Kirchenchores statt. Im Zentrum steht die Messe in A-Dur op. 12 von Caesar Franck, die 1858 komponiert wurde. Das Stück ist durch seine kindlich-unschuldige Grundstimmung gekennzeichnet. Ganz besonders ist die Besetzung, die den Hörer in himmlische Sphären versetzt, es spielt eine Harfe, ein Violoncello und die Orgel. Zerrissen wirkt daneben der Psalm 13 (Herr, wie lange willst du meiner so gar vergessen) von Franz Liszt, der ebenfalls 1858 komponiert wurde. Das hochexpressive, geniale Werk durchlotet seelische Räume der Verlassenheit, Resignation und Hoffnungslosigkeit, schwingt sich aber immer weiter zu einer grossartigen Apotheose und Glaubensgewissheit auf. Die Besetzung besteht dem Chor, einem Solistenensemble, einem Solo-Tenor (Christoph Waltle) und Orgel; Martin Kovarik spielt die virtuose Orgeltranskription seines verstorbenen Lehrer Jean Guillou des symphonischen Werkes. Leitung Stefan Müller. Kollekte, Apéro.
Kirchenchorkonzert 29.6.25 Franck und Liszt

Fiori Musicali - St. Antonius Hirzel

Am Sonntag, den 11. Mai 2025 findet um 17.30 Uhr eine kleine Abendmusik in der kath. Kirche Hirzel statt. Unter dem Motto «Fiori Musicali» spielen Bernhard Kühne, Blockflöte und Oboe, mit Stefan Müller, Cembalo und Orgel, Werke des Frühbarocks und des empfindsamen Stils. Von den frühbarocken Italienern Frescobaldi, Fontana und Castello erklingen tänzerische Toccaten, verspielte Canzonen und frei schwingende Fantasien. Zwischen Barock und Klassik konnte sich der empfindsame Stil, der Rokoko oder die Vorklassik, als Experimentierfeld neuer formaler Strukturen und emotionaler Gesten frei entwickeln. Wir spielen Werke von C.P.E. Bach, Hertel und Babell. Hertel, geborener Eisenacher, wirkte als vielseitiger Musiker am Hofe von Mecklenburg-Schwerin. W. Babell war ein Komponist des Spätbarocks, Schüler von Pepusch und Händel, und fügte bereits empfindsame Figuren und harmonische Extravaganzen in seine musikalische Sprache ein.

J. S. Bachs "Kunst der Fuge"

J.S.Bach

Am Sonntag, 6. April 2025 um 19.30 Uhr in der kath. Kirche Horgen (Werkeinführung um 19.15 Uhr)

Um Bachs „Kunst der Fuge“ ranken viele Geschichten, der Zyklus ist Gegenstand kaum überschaubarer Reflexionen. Als relativ sicher gilt inzwischen, dass das Werk für ein- respektive zwei Tasteninstrumente komponiert wurde. Das schlichte Thema zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Zyklus; in der Originalgestalt, als Umkehrung, rückwärts gespiegelt, vergrössert und verkleinert; am Schluss mit dem Thema «b-a-c-h» kombiniert; hier bricht das Stück plötzlich ab, und der Sohn C.P.E. Bach hat den Satz hinzugefügt: «An dieser Stelle ist der Verfasser verstorben». Die mathematische Struktur des Stückes zeigt, dass Bach das Individuelle, Spontane, Zufällige einem höheren Gesetz unterordnen und damit gleichzeitig erhöhen möchte, ganz nach dem Motto «…denn das Gesetz nur kann uns Freiheit geben» von Goethe.

Unsere Interpretation geht von verschiedenen Tasteninstrumenten aus: an erster Stelle steht die majestätische Hauptorgel, gefolgt von der kleinen Truhenorgel, dem durchsichtig klingenden Cembalo, und dem schattierungsreichen Hammerflügel, der zur Kompositionszeit bereits in Mode kam. Die verschiedenen Klangfarben lassen die komplexe Musik in immer neuem Gewand erscheinen und beleben so die Phantasie der Zuhörer.

Im Anschluss an das Konzert findet ein Apéro statt, bei dem man mit den Musikern ins Gespräch kommen kann. Eintritt frei, Kollekte.

Abendmusik zum 1. Advent

Am Abend des ersten Adventssonntags, 1. Dezember 2024 um 17.30 Uhr, stimmt uns das Quartetto Cordiale musikalisch auf die Zeit der Erwartung der Geburt Christi ein. Das Programm hat einen festlichen
und romantischen Charakter. Während die erste Kerze des Adventskranzes flackert, erklingt W.A. Mozarts Divertimento KV 138, Antonio Vivaldis Konzert für Violine, Cello und Orgel RV 554 sowie Robert  Schumanns Quartett Nr. 1 in a-moll.
Solistisch werden Eva Kovarik (Violine), Michael Keller (Violoncello) und Martin Kovarik (Orgel) zu hören sein. Eintritt frei – Kollekte, Apéro

Abendmusik

Am Sonntag, 10. November 2024, 17.30 Uhr spielen Eva Kovarik, Violine, und Martin Kovarik, Klavier, Meisterwerke von L. van Beethoven, F. Liszt, J. Guillou und L.Vierne mit Eva Kovarik, Violine und Martin Kovarik, Klavier. Anschliessend Apéro

Am Sonntag, den 22. September 2024 findet um 19.30 Uhr in der kath. Kirche St. Josef ein Schubert-Abend für Harmonium und Klavier statt. Während das Harmonium einen durchgehenden, an- und abschwellenden Ton erzeugen kann, sorgt das Klavier für die rhythmische Klarheit; beide Instrumente ergänzen sich also gegenseitig und wurden im 19. Jh. gerne für Transkriptionen aller Art, auch grosser Orchesterwerke, verwendet. Zur Einsatz kommt ein herrliches deutsches Harmonium aus dem 19. Jahrhundert. Es spielen Martin Kovarik und Stefan Müller. Von Schubert erklingt die berührende Fantasie in f-Moll, eines der letzten Werke des jung verstorbenen lyrischen Meisters, einzelne Lieder aus dem transzendentalen „Schwanengesang“, ebenfalls ein Spätwerk, sowie die aufbrausender „Wanderer-Fantasie“ aus dem Jahre 1822. Dieses Werk beeinflusste viele Romantiker nachhaltig, insbesondere Franz Liszt, der eine Orchesterfassung hinterlassen hat und das Werk auch selber gerne spielte. Von dieser Orchesterfassung ist eine Transkription für Harmonium und Klavier erhalten; wir freuen uns, diese musikalische Perle mit dem Publikum zu teilen. Kollekte; Apéro.

Abendmusik im Hirzel

Am Sonntag, 25. August 2024, 17.30 Uhr spielt das Duo Kovarik in der Kirche St. Antonius Highlights aus den Werken von A. Vivaldi, J.S. Bach, F. Mendelssohn, P.I. Tschaikowski und N. Paganini. Herzliche Einladung! 

Nach dem Konzert wird ein Apéro offeriert.
Eintritt frei, Kollekte

Musikalische Opfer

Sonntag, 24. März 2024, 17.30 Uhr. J.S. Bach: Das Musikalische Opfer. Kath. Kirche St. Josef Horgen. J.S. Bach begegente in Sansoucci dem Fürsten Friedrich der Grosse. Aus dieser Begegnung ist eine Sammlung von musikalischen Kleinodien entstanden, die der Legende nach auf einem Thema von Friederich beruht, dem „Thema Regium“. In zwei Ricercaren (Fugen), diversen kunstvollen Kanons und einer Triosonate wird das Thema in verschiedenster Weise durchgeführt. Bach bedient sich zum Teil der musikalischen Sprache des neuen, „Empfindamen Stils“, der die Emotionen des Zuhörers besonders ansprechen möchte. Unsere Aufführung beruht auf verschiedenen Tasteninstrumenten, der Hauptorgel, einem originalen Broadwood Tafelklavier von 1806 und einem italienischen Cembalo nach Pertici, 1680. Das Konzert findet auf der Empore der Kirche statt. Lesung: Eintritt frei, Kollekte

Eintritt frei, Kollekte

Perlen der Romantik

Am 4. Februar 2024 um 17.30 Uhr spielt das Duo Kovarik (Bratsche/Violine und Orgel) Werke von F. Schubert, A. Dvorak und F. Mendelssohn-Bartholdy. Am Anfang des Konzertes erklingt die Sonate ,,Arpeggione“ von Franz Schubert. Es folgt die auf der Orgel gespielte dramatisch-festliche Slawische Rapsodie Nr.2 von Antonin Dvorak und als Krönung des Konzerts das berühmte Violinkonzert e moll vom Felix Mendelssohn-Bartholdy in einer neuen Bearbeitung für Violine und Orgel, die alle klanglichen Möglichkeiten der Instrumente ausschöpft und mit spritziger Virtuosität einen Schlusspunkt setzt.

Eintritt frei, Kollekte

GAUDETE - Kammermusik zum dritten Advent

Im Zentrum der Abendmusik zum dritten Advent, Sonntag,  17. Dezember 2023 um 17.30 Uhr, steht das Streichquartett Nr. 1 in D-Dur von Piotr I. Tschaikowsky. Dieses Quartett war 1871 der erste Grosserfolg des jungen russischen Komponisten. Besonders berühmt ist der melancholisch-träumerische zweite Satz, das Andante cantabile, das auf einem ukrainischen Volkslied basiert. Schon bald nach der Uraufführung trat das Andante cantabile seinen Siegeszug durch die europäischen Konzertsäle und die noblen Salons des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts an. Weiter erklingen Werke von Mozart und Händel, die auf die kommende Weihnachtszeit einstimmen. Quartetto Cordiale: Eva Kovarik, Stefano Reggiani, Violinen; Roland Rieder, Viola; Michael Keller, Violoncello; Martin Kovarik, Orgel.

FEUER UND POESIE

MYSTERIEN DER NATUR - Werke von A. Dvořák

Das Duo Kovarik & friends spielt am Sonntag, 18. Juni 2023 um 19.30 Uhr zuerst die lyrisch-groteske Sonate Nr.2 für Violine und Klavier des bedeutenden ukrainisch-russischen Komponisten Sergej Prokofiev, die durch ihre märchenhafte Melodik und scharfen Humor zu seinen beliebtesten Werken gehört.  Danach erklingt das monumentale Klavierquintett (Klavier und Streichquartett) des deutschen Romantiker Johannes Brahms, der in seinem Gattung als Höhepunkt gilt.  Die ausserordentliche Dimensionen dieses Werkes spiegeln das ganze vielfalt der menschlicher Seele, vom ihren Abgrunden bis zur extatische Freude. Nach dem Konzert findet ein Apéro statt.  Eintritt frei-Kollekte.

Abendmusik

Am Sonntag, 7. Mai 2023 um 19.30 Uhr erklingt eine Abendmusik mit besonderen Tasteninstrumenten. Es werden ein barockes Claviorganum und ein frühromantischer Hammerflügel zusammen gespielt. Jenes ist eine Truhenorgel, welche mit einem Cembalo gekoppelt wird, sodass man beide Instrumente gleichzeitig spielen kann; diese „Hochzeit der Gegensätze“ hat einen besonderen Reiz: während das Cembalo rhythmisch präzise spielt, sorgt die Orgel für den Klangstrom. Zu Beginn spielen Martin Kovarik und Stefan Müller die Sonate in D-Dur von W.A. Mozart, ein gross angelegtes, kontrastreiches Werk. Anschliessend folgt die Sonate in F-Dur des ältesten Bach-Sohnes Wilhelm Friedemann Bach. Liebevoll und cantabel breitet sich ein Dialog zwischen den beiden Instrumenten aus. Dann folgt die Sonate in g-Moll des zweiten Bach-Sohnes, Carl Philip Emanuel Bach, die ebenfalls dem empfindsamen Stil verpflichtet ist, aber von wesentlich mehr Gestaltungsfreiheit zeugt. Zum Abschluss erklingt das Finale der Jupiter-Sinfonie, das zu den grossartigsten Erzeugnissen des menschlichen – oder göttlichen? Geistes des 18. Jahrhunderts gehört.

Der Eintritt ist frei; nach dem Konzert ergibt sich beim Apéro die Möglichkeit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen.

MONUMENTALES SPÄTWERK - h-Moll-Messe von J.S. Bach

Deborah Fogal, Sopran

Sonntag, 26. März 2023 um 17.30 Uhr: Bachs «h-Moll-Messe» gehört wie die «Kunst der Fuge» zu den Spätwerken von J. S. Bach, komponiert 1748, also zwei Jahre vor Bachs Tod. Im Gegensatz zum reformierten Zwingli hat Martin Luther die Messe nie abgelehnt. Die Verbindung zum Katholizismus ist daher enger als beim kargen Zwinglianischen Wortgottesdienst. Man vermutet neuerdings, dass diese Messe im Stephansdom in Wien 1749 aufgeführt wurde. Stilistisch greift Bach die strengen Stilmittel der Altvorderen auf und kombiniert sie mit der neuen Sprache des «Empfindsamen Stils» der Gegenwart, der auch viele subjektive Freiheiten der Interpretation nahelegt. Die gespielten historischen Instrumenten erschafft ein klares, aber bewegliches Klangbild, in dem emotionale Ergriffenheit den zeitlichen Verlauf dehnen darf, was zu einer lebendigen Agogik führt. Nicht sportlicher Ehrgeiz, sondern tiefe Ergriffenheit vor dem Geheimnis Gottes sollen die Triebfeder für unser Musizieren sein. Wir nehmen eine Auswahl aus dem Werk vor, welche die besten Stücke dieses Monuments in einer Stunde vereinigt. Novello Ensemble, Leitung Stefan Müller.

MYSTERIEN DER NATUR - Werke von A. Dvořák

Es spielt am Sonntag, 5. Februar 2023 um 17.30 Uhr das Duo Kovarik: Eva Kovarik, Violine und Martin Kovarik, Orgel. Von A. Dvořák wird das berühmte Konzert a-moll für Violine und Orchester op. 53 in einer Transkription für Violine und Orgel von Martin Kovarik zu Gehör gebracht. Das Konzert wurde 1879 fertiggestellt; dessen Themen sind im slawischen Charakter gehalten und schwanken von freudvollen bis zu melancholischen Passagen. Daneben erklingen noch weitere Werke von Dvorak.

Texte Joseph Bernadic

Mozart Requiem - neu gehört

Sonntag, 30. Oktober 2022 um 17.30 Uhr: Das Requiem ist eines der letzten Werke des Meisters. Sein Schüler Süssmayr vollendete das grosse Werk. Nebst den üblichen Messeteilen Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus (das Gloria und das Credo fehlen) sind natürlich auch die Totenmesseteile enthalten: Requiem, Dies irae, Rex tremendae, Confutatis, Lacrymosa, Recordare, Quam olim Abrahae. In diesen heute nicht mehr verwendeten Sätzen geht es vor allem um das jüngste Gericht. In drastischen Bildern werden die Qualen der Hölle geschildert; daneben sind wenige hoffnungsvolle Passagen vorhanden; mehr Raum nehmen eindeutig die düsteren Bilder ein. Mozart macht einerseits aus der Kirchenmusik durch seine eingängigen Themen ein Stück moderne Oper; andererseits verwendet er mit schneidenden Dissonanzen, barocker Rhetorik und Polyphonie altmodische Stilmittel. Mozart blickt also in der Musikgeschichte weit zurück und hat dadurch vielleicht eines der ersten romantischen Werke komponiert, besteht doch das Hauptmerkmal der deutschen konservativen Romantik im pessimistischen Blick auf die Gegenwart und einer Verklärung der Vergangenheit. Auch in der Rezeptionsgeschichte der Frühromantik spielte das Requiem eine bedeutende Rolle.

Vor dem Requiem spielt der Organist der Kirche St. Josef Horgen, Martin Kovarik, eine Transkription des düsteren «Adagio und Fuge» in c-Moll, KV 546, welches Mozart für zwei Claviere verfasst hat.

Es singt der Kirchenchor Horgen. Novello Ensemble, Leitung Stefan Müller. Texte Regula Oberholzer. Der Eintritt ist frei, Kollekte. Apéro.

Flyer

Quartetto Cordiale: «Herbstkräftig die gedämpfte Welt»

Angelehnt an Mörikes bekanntes Gedicht Septembermorgen bringt das Quartetto Cordiale zum Erntedanksonntag ein Programm zur Aufführung, das einerseits die ausgelassene Freude über den goldenen Herbst und die geernteten Früchte zum Ausdruck bringt. Anderseits zeugen viele Passagen auch von tiefer Melancholie und der Vergänglichkeit unseres irdischen Daseins.

Am 25. September 2022 erklingen um 19.30 Uhr in der Kirche St. Josef Horgen von Josef Haydn das Streichquartett in Es-Dur „Sonnenquartett“ (op. 20, Nr. 1) sowie von Antonin Dvorak das Streichquartett in F-Dur „Amerikanisches Quartett“ (op. 96). Das Quartetto Cordiale setzt sich zusammen aus Andrea Saxer und Stefano Reggiani (Violinen), Roland Rieder (Viola) und Michael Keller (Violoncello).

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike (1804-1875)

Orgelkonzert zum Sommerausklang

Am 11. September 2022 findet um 19.30 Uhr eine „Abendmusik“ in der kath. Kirche Horgen statt. Der Adliswiler Organist Martin Rabensteiner spielt virtuose Orgelmusik von Mendelssohn, Bach, Buxtehude, Kerll und Peters. Von Mendelssohn erklingen dessen leidenschaftliche „Variations Serieuses“, die dem Organisten alles abverlangen. Von Bach erklingt die Triosonate in G, in welcher ein Spieler drei Stimmen musiziert; die Sache hat also Hand und Fuss.

Texte Josef Bernadic, Kollekte, Apéro.